Der Schüleraustausch, das Auslandsjahr, ist bei jungen Leuten begehrt. Die meisten zieht es in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Angesichts der Größe und Vielfalt der USA stellen sie regelmäßig die Frage: „In welchen US-Bundesstaat werde ich kommen, was kann ich dafür beeinflussen?“ Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung hat die wichtigen Punkte zusammengefasst.
1 Was sind deine Anforderungen und Wünsche für den Schüleraustausch?
Viel hängt davon ab, was du erreichen willst: Die beste Schule, die beste Gastfamilie, die spannendsten Städte, die Natur, die Kultur, die Menschen, die (gute) Aussprache im Englischen? Dazu kommt die Frage, was das Ganze kosten darf.
2 Der Nordosten der USA: New York und die Ostküste
Der Nordosten ist europäisch geprägt. Die Mehrzahl der Amerikaner hat hier anglo-amerikanische Wurzeln. Die High Schools gelten zumeist als gut ausgestattet. Außerdem wird dort ein relativ klares Englisch gesprochen. Mit Städten wie Baltimore, Boston und New York hat die Region starke Städte. Hier kannst du auch noch viel US-Geschichte sehen und erleben. Die Natur an der Küste, aber auch im Hinterland und im Norden in Richtung Kanada ist attraktiv.
3 Die Westküste der USA bietet mehr als Los Angeles für den Schüleraustausch
Hier findest du starke Einflüsse aus Mexiko und aus Asien. Das macht die Bevölkerung "bunter". Die Einflüsse Europas sind deutlich geringer als im Osten der USA. Allerdings ist das Englisch dort im Alltag nicht so "rein". Mit den Städten Los Angeles, San Francisco, San Diego und Seattle hast du dort Städte, die jünger sind als im Osten und die ein "leichteres Lebensgefühl" vermitteln. An der Westküste sind auch die vielen berühmten Nationalparks nicht weit.
4 Der Süden der USA für dein Auslandsjahr
bietet dir nicht nur eine subtropische Natur, sondern auch viel spanischen Flair und den Golf von Mexiko. Der Anteil der Einwanderer aus Mittel- und Südamerika ist im Alltag sichtbar. Lehrbuch-Englisch wird hier im Alltag kaum gesprochen. Mit Houston, New Orleans und Miami gibt es auch hier viele attraktive Städte. Die Natur ist auch hier berauschend.
5 Schüleraustausch USA im „Bible Belt“ oder an den großen Seen?
Viele Austauschschüler verbringen ihren USA-Aufenthalt im mittleren Westen, der vor allem als Kornkammer der USA bekannt ist. Hier kann man mit dem Auto stundenlang an Feldern vorbeifahren. Ähnlich groß uns unbekannt sind bei uns Bundesstaaten wie Michigan, Indiana oder Wisconsin, die an die großen Seen im Norden der USA grenzen.
Hier lernt man außerhalb der Großstädte viel Landschaft und oft auch die kleinbürgerliche Seite der USA kennen. Weil hier viele Menschen mit Engagement für andere leben, sind dort viele Gastfamilien zuhause. Ehemalige berichten aus diesen Regionen, dass sie sich dort sehr wohl gefühlt haben, obwohl der Glamour fehlte.
6 Die beste US-Region für deinen Schüleraustausch USA
Am besten überlegst du dir, welcher Aspekt am wichtigsten für dich ist. Hinzu kommt die Frage, mit welchem Programm du in die USA gehst. Beim USA Classic Programm besuchen die Schüler eine staatliche High School und wohnen bei einer Familie in der Nähe. Region, Schule und Gastfamilie sucht die Austausch-Organisation eigenständig aus.
Anders bei den USA Select Programmen, bei denen du eine private High School besuchst. Hier kannst du selbst entscheiden, welcher Bundesstaat und oft auch welche Schule für dich ausgewählt wird. Die Programmkosten der USA Select-Programme sind deutlich höher als bei staatlichen High Schools. Für das Ergebnis ist wichtig, dass du eine gute und günstige Austausch-Organisation wählst.
7 Die beste Austausch-Organisation für den Schüleraustausch USA
Eine Vielzahl von Anbietern hat auch die USA im Programm. Die Angebote sind vielfältig und nicht leicht zu vergleichen. Die Unterschiede bei Preis und Leistung sind erheblich. Bewährt hat sich, bei der Auswahl in Schritten vorzugehen:
- Du überlegst, was dir wichtig ist: Programm, Kosten, Schule, Region, Gastfamilie
- Du recherchierst zuerst breit. Dabei muss man darauf achten nur solche Austausch-Organisationen in den Blick zu nehmen, die seriös und leistungsfähig sind. Im Internet findest du eine gute Übersicht in der Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen).
- Das persönliche Gespräch mit den Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

