Schüleraustausch USA: Öffentliche und private High Schools - was ist besser?

Für den Schüleraustausch USA können deutsche Schüler zwischen staatlichen und privaten High Schools wählen – Leistungen und Kosten im Vergleich

Die Jugend in den USA ist bunt gemischt (Foto: skynesher/istock.com)

Der Schüleraustausch ist bei vielen jungen Leuten begehrt. Traumziel Nummer 1 sind die USA. Wenn du das angehen willst, hast du die Entscheidung zwischen öffentlichen und privaten High Schools. Die Stiftung Völkerverständigung hat einen Vergleich erstellt, um dir die Auswahl zu erleichtern.

Die High School in den USA ist anders als deutsche Schulen

Als High Schools werden die Schulen in den USA bezeichnet, die eine Ausbildung vergleichbar der Sekundarstufe in Deutschland bieten. Die High School fasst alle deutschen Schularten zusammen, ähnlich unseren Gesamtschulen. Berühmt ist der „high school spirit“, der mit der besonderen Identifikation der Schüler, Lehrer und Eltern mit „ihrer Schule“ zu tun hat. Für die meisten High Schools in den USA ist typisch, dass der Sport eine hohe Bedeutung hat.

Öffentliche und private High Schools in den USA im Vergleich: Die Leistungen

Bei den öffentlichen High Schools in den USA kannst du erwarten, dass sie eine für die USA durchschnittliche Ausstattung und Ausbildung bieten. Das hängt dann pro Schule vor allem von der Finanzkraft der jeweiligen Kommune ab. Daher gibt es große Unterschiede.

Private High Schools sind generell kleiner, haben kleinere Klassen, eine bessere Ausstattung, ein größeres Fächerangebot und eine persönlichere Betreuung durch mehr Lehrkräfte.

Der akademische Standard der High Schools liegt im Vergleich zu Deutschland meistens etwas unter dem unserer Gymnasien. In vielen High Schools hast du aber die Möglichkeit, neben den „normalen“ Kursen auch anspruchsvolle Kurse zu wählen, die dann den deutschen Schulen entsprechen.

Öffentliche und Private High Schools in den USA im Vergleich: Die Angebote für den Schüleraustausch

Öffentliche High Schools integrieren ausländische Gastschüler in ihre Abläufe, die auf die amerikanischen Schüler ausgerichtet sind. Private High Schools sind oft daran interessiert, ausländische Schüler aufzunehmen, weil sie damit Internationalität in ihre Schülerschaft bekommen. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass du an den Feiern, Schul-Events und Prüfungen im Schuljahr teilnehmen kannst.

Öffentliche und Private High Schools in den USA im Vergleich: Die Auswahl der Region und der Schule

Nur bei privaten High Schools hast du die Möglichkeit, die Region, die Schule und damit das konkrete Lehrangebot auszuwählen. Bei den öffentlichen Schulen wird die Auswahl ausschließlich durch die Austausch-Organisation festgelegt.

Öffentliche und Private High Schools in den USA im Vergleich: Die Auswahl der Dauer des Auslandsaufenthaltes

An öffentlichen Schulen sind grundsätzlich nur Aufenthalte von einem ganzen Jahr möglich. An privaten Schulen kannst du meistens zwischen Kurzzeit-Aufenthalten von wenigen Wochen, drei Monaten, fünf Monaten und einem ganzen Schuljahr wählen.

Deine Wahlmöglichkeiten in Bezug auf die Austausch-Organisation

Staatliche High Schools können dich nur dann vom Schulgeld befreien, wenn der Austausch über eine von der US-Regierung lizensierte US-Organisation abgewickelt wird. Diese Betreuung durch die US-Organisation ist mit hohen Kosten verbunden, die einen wesentlichen Anteil am Programmpreis ausmachen. Bei privaten High Schools ist die Bandbreite der Austausch-Organisationen größer, was für dich eine bessere Auswahl ermöglicht.

Öffentliche und Private High Schools in den USA im Vergleich: Die Kosten

Öffentliche High Schools in den USA sind für Austauschschüler normalerweise kostengünstiger, da das Schulgeld vom amerikanischen Staat übernommen wird und auch für die Unterkunft Kosten zu bezahlen sind, weil die Gastfamilien kein Geld bekommen. Private High Schools finanzieren sich überwiegend aus Schulgebühren. Das gilt auch für den Schüleraustausch; du musst also auch Schulgeld bezahlen. Daher sind diese Programme für dich teurer. Die Höhe variiert allerdings sehr stark, weil die US High Schools meistens sehr daran interessiert sind, Schüler aus dem Ausland zu gewinnen, um für die eigenen Schüler attraktiver zu werden. Hinzu kommen die Kosten der Unterbringung: Es gibt Programme, bei denen die Gastfamilie kein Geld bekommt, aber auch Programme, bei denen du für Unterkunft und Logis einen Kostenbeitrag zu zahlen hast.

Schüleraustausch an einer High School in den USA: Stipendien

Für den Schüleraustausch in die USA gibt es viele Stipendien, sowohl für öffentliche als auch für private High Schools. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich. Die Austausch-Stipendien der Deutschen Stiftung Völkerverständigung setzen ehrenamtliches Engagement voraus. Einen Überblick über die seriösen Stipendien für den Schüleraustausch USA und Tipps für die Bewerbung findest du in der Stipendien-Datenbank auf dem Schüleraustausch-Portal (www.schueleraustausch-portal.de/stipendien).

So findest du die beste Austausch-Organisation für die High School in den USA

Die Austausch-Organisation berät dich, unterstützt die Vorbereitung, vermittelt die Gastschule und die Unterkunft und organisiert deine Reise ins Ausland und die Betreuung vor Ort. Daher ist die Auswahl der Austausch-Organisation wichtig.

Überlege zuerst, was dir wichtig ist. Nimm dann nur solche Anbieter in die Auswahl, die fachlich qualifiziert bzw. leistungsfähig sind und sie müssen seriös sein. Am besten ist es, wenn du Datenquellen nutzt, die in diesem Sinne vor-selektieren. Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Völkerverständigung ist unabhängig. Sie bietet eine Anbieter-Suchmaschineim Netz: das Schüleraustausch-Portal und die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen; der Eintritt ist frei. In beiden Bereichen lässt die Stiftung nur qualifizierte Anbieter zu.