Eine der wichtigsten Fragen bei der Planung eines Schüleraustausches ist regelmäßig, ob die Schüler nach ihrer Rückkehr in die alte Klasse zurück kommen, oder ob sie ein Jahr anhängen, also „wiederholen“. Viele junge Leute fragen sich, ob sie dann überhaupt ein Auslandsjahr machen sollen. Die Antwort hängt von mehreren Punkten ab.
1 Schüleraustausch und deine Beurlaubung in Deutschland
Wenn es erforderlich ist, dass du das Schuljahr in Deutschland nochmal machst, hat das nichts mit Sitzenbleiben zu tun. Richtig ist stattdessen: Du nimmst ein Jahr frei von der deutschen Schule, du lässt dich beurlauben.
2 Schüleraustausch: Wovon hängt es ab, ob du wiederholen musst?
Ob du ein Jahr länger in die Schule gehen wirst, hängt davon ab, ob deine Schulleistungen in den USA hier angerechnet werden. Das ist in den Bundesländern unterschiedlich. Außerdem sind die Regelungen für G8- und G9-Schulen verschieden. In jedem Fall hat deine Schule einen Beurteilungsspielraum. Du solltest also dort nachfragen, was das für dich bedeutet.
3 Schüleraustausch: Deine Entscheidung, ob du länger in die Schule gehen willst
Viele Schüler, die ins Ausland gehen, entscheiden von sich aus, das Jahr in Deutschland zu „wiederholen“, weil sie damit sowohl das Auslandsjahr als auch die restlichen Schuljahre hier entspannter genießen können.
4 Schüleraustausch ist eine einmalige Chance im Leben
Du bekommst mit dem Schüleraustausch eine Chance, Erfahrungen zu sammeln, die du später nicht mehr hast. Das ist gut für dich, deine Sprachkenntnisse, deine Schulzeit und das spätere Berufsleben. Außerdem gewinnst du in den USA oder einem anderen Land wahrscheinlich Freunde fürs Leben.
5 Längere Schulzeit ist ohne Probleme möglich!
Wenn du ein Jahr länger in die Schule gehst, ist das in Deutschland später überhaupt kein Problem. Für den Beruf ist viel wichtiger, dass du aktiv warst, internationale Erfahrungen gewonnen hast und gut Englisch sprichst.
6 Schüleraustausch ohne Wiederholen: Der Praxis-Tipp zum Vorgehen
Du solltest das Auslandsjahr gut vorbereiten, vor allem die Auswahl der Austausch-Organisation. Es gibt viele Austausch-Organisationen, die auch die USA im Programm haben. Leistungen und Kosten unterscheiden sich deutlich. Bewährt hat sich, in Schritten vorzugehen:
- Du klärst die Rahmenbedingungen für deine Beurlaubung mit deiner Schule in Deutschland
- Du überlegst, was dir wichtig ist (Programm, Region, Schule, Sport, Kosten)
- Du recherchierst zuerst breit. Dabei muss man darauf achten nur solche Anbieter in den Blick zu nehmen, die seriös und leistungsfähig sind. Im Internet findest du eine gute Übersicht in der Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen).
- Das persönliche Gespräch mit den seriösen Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen – die deutschen Schüleraustausch-Messen - der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

