Schüleraustausch USA: Warum Chantal in die USA wollte und die Rückschläge im Bewerbungsverfahren

Chantal verbringt ihr Auslandsjahr mit dem AUF IN DIE WELT-Stipendium in USA – Die Idee für den Schüleraustausch und die Bewerbung bei der Austauschorganisation

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch USA in Orego

Chantal aus Niedersachsen verbringt das Auslandsjahr mit einem AUF IN DIE WELT-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in den USA. Sie lebt bei einer Gastfamilie im US Bundesstaat Oregon. Sie berichtet hier über die Erfahrungen. Die Berichte zu ihrem Auslandsjahr in den USA kann man im Schüleraustausch Blog sehen. Alles zum Schüleraustausch nach USA mit 11-Schritte-Plan gibt es im AUF IN DIE WELT-Portal in der großen Länderseite Schüleraustausch USA.

Warum ein Schüleraustausch?

Woher die Idee mit meinem Auslandsjahr kam, kann ich gar nicht richtig sagen, um ehrlich zu sein. Ich hatte vor ein, zwei Jahren ein Video von einer Person gesehen, die ein Auslandsjahr in den USA machte und fand das ziemlich faszinierend, habe es jedoch erstmal in die letzte Ecke von meinem Kopf geschoben. Anfang des Jahres flammte diese Erinnerung während des Fernsehens aus dem Nichts wieder auf und so bestellte ich mir eine Infobroschüre, was den Stein dann etwas spät ins Rollen brachte.

Warum Schüleraustausch in den USA?

Eine sehr gute Frage, die mir sehr (SEHR) viele Menschen gestellt haben. Ich war schon immer ein Film Fan und mein Opa ist ein sehr großer Fan von amerikanischen Autos, weshalb er mich öfter mal zu treffen mitnahm, was mich, wenn ich genauer darüber nachdenke, mehr geprägt hat als ich dachte. Auch mein Vater hat einiges zu der Faszination beigetragen, was daran lag, dass wir öfter mal Dokus geschaut haben und vor allem der Yellowstone National Park hat sich sehr in mein Hirn gebrannt. Zudem war ich schon immer irgendwie fasziniert vom amerikanischen Lifestyle, der schieren Größe des Landes mit allen Facetten und den vielen Kulturen, die es verbindet.

Das erste Bewerbungsverfahren bei der Austauschorganisation

Nach umfangreichen Infos sammeln, Notizen machen und Gedanken reifen lassen, kam die erste Broschüre  herein , von der meine Eltern bis zum Öffnen des Briefkastens nichts wussten. Nach reichlichen Gesprächen und ein bisschen Überzeugungskunst waren auch meine Eltern, nach einem riesigen Schock, mit der Idee im Reinen.

So begann das Bewerben Ende August 2021, eigentlich schon ein bisschen zu spät, wenn man bedenkt, dass ich 2022/23 nicht im Heimatland verbringen wollte. Jedoch fand ich eine Organisation - auf welche ich mich sehr versteifte - bei welcher das Bewerbungsverfahren seit Mai lief.

Prinzipiell bietet jede Austauschorganisation eine Online-Registrierung an, in welcher mal mehr, mal weniger Dinge abgefragt und Unterlagen verlangt werden. Dies ist jedoch meist schnell erledigt. Nun hieß es, warten, Däumchen drehen und Tee trinken, bis eine Rückmeldung kommt. Diese kam sehr schnell per Mail. Im weiteren Verlauf der Bewerbung stellte sich heraus, dass meine favorisierte Austauschorganisation keine Plätze mehr in den USA hatte, sie mir aber einen Platz in Finnland (meinem zweiten Wunschland) anbieten könnte.

Auch bei einer zweiten Austauschorganisation – bei der ich mich zwischenzeitlich beworben hatte, um meine Chancen zu erhöhen, weil ich immer wieder gebeten wurde, mir noch andere Länder als die USA auszusuchen - fiel ich durchs Raster. Mittlerweile war es Mitte November und das einzige, was ich hatte, war ein Angebot meiner favorisierten Austauschorganisation für einen Schüleraustausch in Finnland.

Eine sehr nervenaufreibende und unglückliche Situation für uns alle, denn das war ja nicht das, was ich wollte. Allerdings waren meine Eltern und ich uns inzwischen auch einig, dass ich diese Chance auf jeden Fall nutzen sollte. Da ich bereits in der 10. Klasse war, konnte ich nur noch im kommenden Schuljahr am Schüleraustausch teilnehmen, wenn ich mein Abitur im Jahr 2025 machen möchte. So wurde dann im Familienrat entschieden, nach einer anderen Austauschorganisation mit freien Plätzen für die USA zu suchen. Gesagt, getan. Der Platz für Finnland wurde abgelehnt und das ganze Prozedere begann von vorn.

Eure Chantal