Schüleraustausch: Das Auslandsjahr 2026 – Fünf Punkte zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Leben im Ausland

Für den erfolgreichen Start im Gastland ist eine gute Vorbereitung der Schüler/innen wichtig

AUF IN DIE WELT: Schüleraustausch Traumziel Neuseeland

Viele junge Leute wollen während der Schulzeit ins Ausland. Wer 2026 zum Schüleraustausch ins Ausland will, sollte rechtzeitig starten, um einen guten Platz zu günstigen Konditionen zu bekommen. Ein wichtiger Punkt ist die inhaltliche Vorbereitung der Schüler/innen auf das Leben im Gastland.

1 Auf welche Aspekte sollten sich die Schüler/innen vor der Reise in den Schüleraustausch vorbereiten?

Ziel der Vorbereitung ist, dass die Schüler/innen nach ihrer Ankunft im Alltag schnell zurecht kommen, vor allem in der Gastfamilie und in der High School. Das betrifft die Sprachkenntnisse, die Umgangsformen im Alltag und die Erwartungen von High School und Gastfamilie an das Verhalten der Gäste. Diese Aspekte lernen die Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthaltes durch das Leben im neuen Umfeld. Ziel der Vorbereitung ist, den Start zu erleichtern. Diese „Starthilfe“ ist wichtig, damit die ersten Wochen nicht zu anstrengend werden und die Gastschülerinnen und Schüler möglichst rasch im neuen Umfeld akzeptiert sind und das Leben der Einheimischen „mitleben“ können.

2 Die Vorbereitung auf die Fremdsprache

Grundkenntnisse der Sprache des Gastlandes sind regelmäßig wichtig, damit die Schülerinnen und Schüler sich von Beginn an verständlich machen und die Aussagen ihres Umfeldes verstehen können. Bei den Sprachkenntnissen geht es nicht darum, komplexe Texte lesen zu können, sondern Gespräche mit den Einheimischen überhaupt führen und damit die Sprache schnell besser lernen zu können. In den ersten Wochen im Gastland verbessern sich die Sprachkenntnisse normalerweise von selbst schnell.

Wie viel Vorbereitung in Bezug auf die Sprache notwendig ist, kommt zum einen auf die Vorkenntnisse an und auf die Fremdsprache im Gastland. Das ist dann einfacher, wenn es sich um eine Sprache handelt, die die Schülerinnen und Schüler zuhause in der Schule bereits gelernt haben. Das betrifft vor allem Englisch, Französisch oder auch Spanisch. Der Vorbereitungsbedarf ist bei anderen Sprachen höher. Das betrifft insbesondere die asiatischen Sprachen

Die Vorbereitung ist eine Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler zuhause, indem sie beispielweise Medien in der Fremdsprache zum Üben nutzen. Teilweise bietet sich auch an, die Kenntnisse in Kursen an der Volkshochschule zu verbessern, vor allem die Fähigkeit zur mündlichen Konversation.

3 Die Vorbereitung auf die Kultur des Gastlandes

Die englischsprachigen Länder zeigen anschaulich: Auch, wenn das Leben und die Sprache aus der Ferne kaum „anders“ erscheinen, ist der Unterschied im Alltag oft größer als vermutet. Das kann den Umgang zwischen Erwachsenen und Jugendlichen betreffen, das Zusammenleben in der Gastfamilie,  das Verhalten in der Öffentlichkeit oder auch die Ernährungsgewohnheiten.

Häufig gibt es auch erhebliche Unterschiede bei den Moralvorstellungen und in Bezug auf die Religiosität. So gehört in vielen Ländern der gemeinsame Besuch von Gottesdiensten zum selbstverständlichen Alltag der Familien.

Die Vorbereitung hierzu ist eine der Aufgaben der Austauschorganisation in Deutschland. In Seminaren werden die wesentlichen Punkte vorgestellt. Ehemalige Austauschschülerinnen und Austauschschüler berichten über ihre Erfahrungen.

4 Die Vorbereitung auf das Leben an der High School

Die Schulsysteme im Ausland weisen ihre jeweiligen Besonderheiten auf. Das betrifft nicht nur die Schulfächer, den Ablauf des Schultages und inhaltliche Aspekte, sondern auch die Art und Weise, wie Lehrkräfte und Schülerinnen bzw. Schüler miteinander umgehen. Legendär ist der „school spirit“ an den US High Schools, der von ehemaligen Austauschschülern nach dem USA-Jahr regelmäßig gelobt wird.

Auch hier ist die Vorbereitung eine der Aufgaben der Austauschorganisation in Deutschland.

5 Die Vorbereitung auf das Leben in der Gastfamilie

Das Zusammenleben in den Familien ist im Ausland oft erheblich anders als zuhause. Viele ehemalige Austauschschülerinnen und Austauschschüler berichten, dass die Eltern im Ausland „strenger“ sind. Manche Freiheiten junger Leute in Deutschland sind im Ausland nicht üblich bzw. möglich. Das sollten die Schülerinnen und Schüler vorher wissen, damit sie sich darauf einstellen können.

Für das Zusammenleben in der Gastfamilie ist wichtig zu verstehen, welche Erwartungen die Gastfamilien an die Gäste haben. Das betrifft vor allem die Einordnung in die Abläufe in den Alltag der Familie. Dazu ist auch hilfreich wissen, welche Motivation für die Gasteltern wichtig ist, wenn sie junge Leute aus dem Ausland für mehrere Monate oder für ein Jahr in ihre Familie aufnehmen. Auch hier ist die Vorbereitung eine der Aufgaben der Austauschorganisation in Deutschland.

Wo gibt es verlässliche Erfahrungsberichte?

Am besten ist es, wenn man die Ehemaligen im persönlichen Gespräch erleben kann. Dann sind auch direkte Rückfragen einfach. Online gibt es viele euphorische Erfahrungsberichte. Ungeschönte und differenzierte Erfahrungsberichte findest du online im AUF IN DIE WELT-Blog.